Mit der Stiftung Clean Water setzt sich Georg Fischer seit 2002 für die
Verbesserung der Wasserversorgung in Entwicklungsländern und Katastrophengebieten ein. Inzwischen hat GF über CHF 5 Mio. in die Stiftung eingebracht und damit die Umsetzung
von über 70 Projekten in 40 Ländern auf vier Kontinenten ermöglicht.
Im Berichtsjahr konnten sieben Projekte abgeschlossen werden. Fünf Projekte in Indonesien, Brasilien, Tadschikistan, Südsudan und Bangladesh wurden neu mit rund CHF 350 000 finanziert. In allen Projekten geht es darum, dass erfahrene Partner die Lokalbevölkerung darin unterstützen, ihre Trinkwasserversorgung nachhaltig zu ver- bessern. GF alimentiert die Stiftung weiterhin jährlich mit einem bedeutenden Betrag.

Clean Water unterstützt den Bau von Regenwasserspeichern
In Nicaragua unterstützt die Georg Fischer Stiftung Clean Water das Entwicklungsprojekt Nuevas Esperanzas. Das Ziel: kostbares Regenwasser sammeln und nachhaltige Landwirtschaft fördern. Ein Grund des Wassermangels: In der Region regnet es nur selten, aber heftig. Die Bauern konnten das Regenwasser aber bisher lediglich in kleinen Fässern sammeln, der Vorrat war stets zu knapp. Das haben die Entwicklungsorganisation Nuevas Esperanzas und die Stiftung Clean Water geändert.
Der Vorrat lagert nun in neuen, grossen Gemeinschaftsbehältern. Mit Unterstützung von Clean Water entstanden in der Region allein im Jahr 2009 fünf grosse Regenwassertanks mit einem Fassungsvermögen von je 40 000 Litern. Zudem bekamen fünf Grossfamilien je solch einen Tank sowie elf Familien je einen kleineren Tank mit einem Fassungsvermögen von 20 000 Litern.
Die Bauern werden darin unterstützt, nachhaltig zu wirtschaften. Neustes Projekt: Bienenzucht, ohne dabei die Bäume, in denen die Wildbienen leben, anzuzünden. Die Bauern geniessen nicht nur die Verbesserung ihrer Lebensbedingungen. Auf die Veränderungen angesprochen, die der Bau der Wassertanks gebracht hat, betonen sie auch, wie stark das Projekt den Gemeinschaftssinn gefördert habe und ihr Selbstwertgefühl durch die eigenhändige Mitarbeit an den Tanks gestiegen sei.