In der chinesischen Provinz können rund 60 Familien ab sofort frisches Wasser trinken. Möglich gemacht haben dies die Stiftung Clean Water und GF Piping Systems China. Am 20. Oktober 2018 fand die feierliche Einweihung der neuen Wasserversorgung statt.

"Wer hat den schönsten Brunnen?", fragte GF Pipings Systems ihre Ländergesellschaften 2016 zu Beginn der Strategieumsetzung. "Shanghai" lautete die Antwort. Von Schaffhausen nach China ging nicht nur die Auszeichnung für den kreativsten Brunnen, sondern auch eine Spende über CHF 10'000. Die Ländergesellschaft China war nun gefragt, den Betrag in ein soziales Projekt zu investieren. Die Stiftung Clean Water gab weitere CHF 40'000 als Projektförderung dazu.

In Absprache mit dem lokalen Partner China Environmental Protection Foundation (CEPF) fiel die Wahl auf das Dorf Qiansonggou, 300 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Beijing gelegen. Dort gewannen 170 Dorfbewohner ihr Wasser bisher aus mehreren Flachbrunnen. Je nach Jahreszeit und Wetterlage hatten sie überhaupt kein Trinkwasser zur Verfügung.

So viel Wasser wie in 140 randvollen Badewannen

In Qiansonggou entstand ab Mitte 2018 unter Federführung von CEPF eine funktionierende Infrastruktur für die Trinkwasserversorgung der Dorfbewohner. Ausgangspunkt ist ein nahegelegener Fluss, der eine Zisterne speist. Sie fasst mit 35 Kubikmetern ungefähr so viel Wasser wie 140 bis zum Rand gefüllte Badewannen. Insgesamt wurden eine fast 3 Kilometer lange Hauptleitung sowie 1,5 Kilometer Anschlussleitungen zu den einzelnen Entnahmestellen im Dorf neu gebaut – allesamt 1,5 Meter frostsicher unter der Erdoberfläche verlegt.

 

Grosser Dank geht an die Dorfgemeinschaft

Nach drei Monaten Bauzeit wurde die neue Wasserversorgung am 16. Oktober 2018 in Betrieb genommen. Zur Einweihungsfeier am 20. Oktober 2018 kamen Vertreter von GF, der Stiftung Clean Water, von CEPF sowie lokale Behördenvertreter nach Qiansonggou. Andreas Müller, damals CFO, heute CEO von GF und Präsident des Stiftungsrats, übergab die Anlage offiziell an die Dorfgemeinschaft und sprach ihr seinen Dank aus. "Ohne Ihr Bekenntnis und Engagement hätte dieses Projekt nicht realisiert werden können", lobte Müller die Bewohner. Er verknüpfte mit der Übergabe auch den Wunsch, die Anlage sorgsam zu betreiben und regelmässig zu unterhalten. "Dadurch können die Einwohner viele Jahre lang von der verbesserten Trinkwasserversorgung profitieren", schloss Müller mit Blick in die Zukunft.