Der Walk for Water bei GF setzte 2019 ein grosses Zeichen für sauberes Trinkwasser in Entwicklungsländern. Die GF Stiftung Clean Water unterstützt über ihre Partnerorganisation Water Mission jetzt vier konkrete Hilfsprojekte. Die Spende über CHF 500'000 hilft damit Familien in Indonesien, Malawi, Uganda und Peru.

 

 

 

Indonesien (Timor)

Indonesien verfügt über viele Süsswasserquellen. Jedoch sind bis zu 89 Prozent davon durch Fäkalien verunreinigt. Aktuell leiden ein Viertel der indonesischen Kinder an durch Wasser übertragene Erkrankungen, der häufigsten Ursache für Kindersterblichkeit in dem Land. In der Region Timor – dort liegen die Gemeinden Oenoni, Oben und Boneana – kann Water Mission für 3'300 Menschen trinkbares Wasser, sanitäre Anlagen und Hygienelösungen bereitstellen. Durch den Aufbau einer Infrastruktur in der Region Timor unterstützet Water Mission die Gesundheit und die Lebenssituation ganzer Familien und Gemeinden. Unter anderem werden in neu errichteten Gebäuden Anlagen für sicheres Wasser installiert und in den Gemeinden Wasserverteilungspunkte, einschliesslich Entnahmestellen, eingerichtet.

Malawi (Gemeinden Bua und Mapira)

Fast 11'000 Menschen in Zentralmalawi benötigen dringend sicheres Wasser. Im Tagesverlauf verstopfen die bestehenden Wasserquellen (Tiefbrunnen) so sehr, dass sie nicht mehr direkt genutzt werden können. Die Menschen, insbesondere Frauen und Kinder, müssen weite Fussmärsche und lange Wartezeiten auf sich nehmen, um an Wasser zu gelangen. Die Ingenieure und Fachleute von Water Mission haben einen Plan entworfen, der den Gemeinden optimale und sichere Wasserlösungen bieten wird. Durch neue Bohrlöcher, Solartauchpumpen, Solarmodule, strategisch platzierte Entnahmestellen sowie sichere Tanks und Anlagen stellt Water Mission sicher, dass die Gemeinden über ausreichend trinkbares Wasser verfügen.

Peru (Gemeinde San Roque)

Im Amazonasbecken trinken die Menschen unsauberes Wasser direkt aus dem Fluss Ucayali. Dieser ist einer der zwei wichtigsten Zuflüsse des Amazonas, der für sein dunkelbraunes, schmutziges Wasser bekannt ist. Der Fluss ist durch Ablagerungen kontaminiert, die aus Abwässern, Abholzungsaktivitäten und anderen menschlichen Eingriffen stammen. Die Menschen verwenden diese vermeintlich komfortable Wasserquelle und nutzen sie zum Baden, Kochen und Waschen. Die Region wurde als eines der peruanischen Gebiete mit dem schlechtesten Zugang zu sauberem Wasser erklärt. Water Mission wird ein System für sauberes Wasser mit mehreren Entnahmestellen installieren, das zwei Schulen, ein kommunales Gebäude und Privathaushalte versorgt. Durch die Installation einer Solaranlage mit einer Kapazität von 15 KW, Rohrleitungen, Aufbereitungs- und Speicheranlagen sowie Zähleranschlüsse wird Water Mission sauberes Wasser für bis zu 400 Familien bereitstellen.

"Ich habe die Verbesserung in Gemeinden in ganz Peru aus erster Hand erlebt – dank der grosszügigen Unterstützung von GF, dem Ergebnis des jährlichen Walk for Water. Ich möchte mich persönlich bei Ihnen für Ihren Einsatz bedanken."
Juan Simon, Water Mission Peru, Country Program Manager

 

 

 

 

 

Uganda (Buteba)

Ein lokales Gesundheitszentrum deckt seinen Tagesbedarf an Wasser durch aufgefangenes Regenwasser. Dieses Wasser wird weder gefiltert noch behandelt. Daher ist es nicht steril und damit für den medizinischen Einsatz ungeeignet. Die medizinischen Fachkräfte betreuen die Patienten, ohne sich vorher die Hände zu waschen oder die Instrumente zu reinigen. Das Personal im Buteba Health Center ist somit gezwungen, die Patienten unter unzureichenden Hygienebedingungen zu versorgen. Um den Bedarf des Gesundheitszentrums an sauberem Wasser zu decken, haben die Ingenieure von Water Mission einen Plan für einen Tiefbrunnen erarbeitet. Diesen können die Pflegekräfte und die Ärzte zu Fuss in weniger als sechs Minuten erreichen. Zum Schutz des Brunnens wird eine Kammer errichtet. Solarpumpen, Solarmodule, Wasserkontrollschalter, hydraulische Rohrleitungen sowie robuste Speicheranlagen unterstützen den nachhaltigen Ansatz des Projekts.